07.09.2020 - Call for Papers / Participation
Gesellschaft fuer Theaterwissenschaft

OPEN CALL: Akademie für zeitgenössischen Theaterjournalismus #2 | Bündnis internationaler Produktionshäuser e.V., Berlin | Deadline: 16.10.2020

Theaterkritik und Kulturjournalismus befinden sich in einer Umbruchssituation. Welche Rolle spielt die Theaterberichterstattung heute im Feld des Journalismus? An welche Öffentlichkeit wendet sie sich, welche Diskurse treibt sie voran, und welche bildet sie nicht ab? Wie könnte ein Theaterjournalismus der Zukunft aussehen? Die Akademie nimmt das weite Feld zwischen Lokal- und Onlinejournalismus ebenso in den Blick wie die Rolle der Kritik in ihrem Verhältnis zu künstlerischer Produktion und gesellschaftlicher Rezeption. Kritische Arbeit muss den Anspruch verfolgen, nicht hinter ihren Gegenstand zurückzufallen. Zeitgenössische Theaterproduktionen sind oft ästhetisch heterogen und diskursiv verweisstark, viele Künstler*innen setzen sich engagiert mit politischen Entwicklungen und Fragestellungen auseinander und erfinden hierfür immer neue Formen und Formate. Das macht journalistische Berichterstattung über diese vielfältige Landschaft, über ihre Arbeitsweisen und Organisationsstrukturen besonders interessant und anspruchsvoll. An 3 langen Wochenenden bietet die Akademie Zeit und Raum, Schreibpraktiken jenseits von Deadlines und bestehenden Textformaten zu erproben. Gemeinsam mit Expert*innen reflektieren die Teilnehmenden die eigene Praxis und entwerfen journalistische Strategien, um über experimentelle Theater- und Performanceprojekte zu sprechen und zu schreiben. Durch die Verortung der Akademie an drei verschiedenen Produktionshäusern des Bündnisses, bei Künstler*innengesprächen, Workshops und Lectures erhalten die Teilnehmenden zudem Einblicke in die Arbeitsstrukturen der frei produzierenden darstellenden Künste und können ihre Kenntnisse über zeitgenössische künstlerische Praxen vertiefen. In den Diskussionen soll auch eine Entwicklung hin zu hybriden Performanceformaten, die durch die aktuelle pandemische Situation weiter gefördert werden und die auch die Bedingungen des Schreibens selbst verändern, reflektiert werden. Termine: MODUL 1: 04. – 07.02.2021, Künstlerhaus Mousonturm, Frankfurt am Main MODUL 2: 22. – 25.05.2021, HAU Hebbel am Ufer, Berlin MODUL 3: 24. – 27.06.2021, FFT & tanzhaus nrw, Düsseldorf Zielgruppe Die Akademie richtet sich sowohl an Berufsanfänger*innen als auch als erfahrene Journalist*innen, die ihre Tätigkeit auf das Gebiet experimenteller szenischer Arbeiten erweitern möchten, eine Vertiefung der nötigen hard und soft skills wünschen, einen Austausch mit Kolleg*innen suchen und Lust haben, ihre Wahrnehmungs- und Schreibkompetenzen gemeinsam zu erweitern. Die Akademie für zeitgenössischen Theaterjournalismus umfasst: • 3 Module à 4 Tage in Frankfurt, Berlin und Düsseldorf • Mittag- und Abendessen • gemeinsame Veranstaltungsbesuche als Ausgangspunkt für das Verfassen eigener Texte • Vorträge, Diskussionen und Workshops mit Journalist*innen, Künstler*innen und Expert*innen für experimentelle Darstellungsformen • auf Wunsch individuelles Coaching durch Esther Boldt (Theaterjournalistin) und Philipp Schulte (Theaterwissenschaftler und Dramaturg) Teilnahmevoraussetzung: • erste oder fortgeschrittene Erfahrungen im journalistischen Schreiben • Deutschland ist Wohn- und Arbeitsort • Teilnahme an allen 3 Modulen Die Teilnahme ist gebührenfrei, Übernachtungskosten und Catering werden durch das Bündnis internationaler Produktionshäuser getragen. Die Reisekosten und Kosten für ÖPNV tragen die Teilnehmer*innen. Bewerbung Wir bitten um die Einreichung eines Lebenslaufes, einer Schreibprobe (journalistischer Text, 1-2 Seiten) und eines Motivationsschreibens (max. 2.500 Zeichen inkl. Leerzeichen). Bewerbungen sind ausschließlich per E-Mail einzureichen. Kontakt: theaterjournalismus@produktionshaeuser.de Die Auswahl erfolgt durch eine Jury. Bewerbungsschluss: 16. Oktober 2020 Auswahl der Teilnehmenden: bis 30. November 2020


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